Studienfahrt der Bankkaufleute in die Finanzmetropole Frankfurt

Bild 1: Bulle und Bär sowie die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf vor der Frankfurter BörseBild 1: Bulle und Bär sowie die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf vor der Frankfurter BörseDie angehenden Bankkaufleute der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf machten sich auf die Spur des großen Geldes in einer zweitägigen Exkursion in die deutsche Finanzhauptstadt Frankfurt am Main. Zusammen mit den Lehrkräften Kathrin Pfeffer, Gerhard Weinzierl und Johann Kuchl besuchten die Auszubildenden Orte des großen Kapitalflusses.

Nach einer angenehmen Fahrt mit der Deutschen Bahn AG verschaffte sich die Reisegruppe aus Deggendorf zu Fuß einen Überblick in „Mainhattan“. Auf einem Rundweg an Paulskirche, Römerberg, Dom und Einkaufsmeile Zeil vorbei standen die Azubis der Banken und Sparkassen vor den beiden Bronzefiguren „Bulle und Bär“ (= Symbole für steigende und fallende Aktienkurse). Wir waren an der Frankfurter Wertpapierbörse angelangt. Hier werden über 90 % des deutschen Wertpapierhandels umgesetzt. Leider konnte in diesem Jahr die Börse nur von außen bestaunt werden, denn wegen Umbauarbeiten ist ein Besuch auf der Besuchertribüne des Handelssaals nicht möglich. Über den Vorplatz der Alten Oper Frankfurt gelangte man zur Investmentgesellschaft DEKA. Beim Fondsanbieter der Sparkassen referierte eine Mitarbeiterin der Abteilung für volkswirtschaftliche Analyse. Mit dem Stichwort „Niedrigzinsphase“ hatte sie die Schülerinnen und Schüler auf ihre Seite gewonnen und zusammen bewegte man sich durch Thematik von Zinssätzen, Investitionen, Konjunktur und den Auswirkungen auf die Anlagemöglichkeiten der Kunden. Hier konnten die jungen Banker ihr Wissen aus dem vergangenen Schuljahr im Fach „Geld- und Vermögensanlage“ preis geben.

Bild 2: Hoch über „Mainhatten“ – Die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule DeggendorfBild 2: Hoch über „Mainhatten“ – Die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule DeggendorfSonnenuntergang auf einem Hochhaus über der Stadt Frankfurt mit einem 360°-Panorama, „Herz was willst du mehr?“ Auf dem MainTower, dem vierthöchsten Hochhaus in Deutschland, kann man dies genießen. Auf knapp 200 Metern Höhe ist die Aussicht grandios und die über 30° Hitze in der Stadt lassen sich schnell vergessen.

Am zweiten Tag sah die Agenda einen Besuch der BaFin (= Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) vor. Die BaFin tangiert die jungen Bankauszubildenden in ihrer täglichen Arbeit, denn sie achtet als eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts darauf, dass sich die Marktteilnehmer am deutschen Finanzmarkt an die einschlägigen Gesetze halten. Referat und eigenständiges Arbeiten der Schülerinnen und Schüler war hier gefragt. Anhand eines WP-Prospektes sollten die Azubis entscheiden, ob dieses rechtlich noch konform war. Eine nicht ganz leichte Aufgabe. Auch die MiFID II-Regelungen, welche seit 01.01.2018 in Kraft getreten sind, wurden an einem Fallbeispiel erläutert. Hier galt es, die Risikobereitschaft eines Kunden mit der in den Wesentlichen Anlegerinformationen ausgewiesenen Risiken einer Geldanlage zu vergleichen und festzuhalten, ob dieses Produkt für diesen Kunden empfohlen werden dürfe. Ziel der BaFin ist es, die Funktionsfähigkeit und Stabilität des deutschen Finanzmarktes zu sichern und so das Vertrauen in das Finanzsystem zu erhalten.

Bild 3: Die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf vor der EZBBild 3: Die Banker aus der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf vor der EZBNatürlich durfte dann eine ausgiebige Shoppingtour durch die „Zeil“, die umsatzstärkste Einkaufsstraße in Deutschland, nicht fehlen. Nach zwei Tagen voller Eindrücke einer Metropolestadt reisten die Bankauszubildenden mit dem ICE wieder in Richtung Heimat und so mancher freut sich schon wieder auf die kleine Bankfiliale vor Ort…