Arzt referiert zum Thema „Organspende“ an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf

Bild: von links: Internist Thomas Kammermeier, Organisatorin OStRin Eva Geisperger und Schulleiter OStD Johann Riedl mit Schülerinnen und Schülern der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf vor der selbsterstellten Ausstellung „Organspende rettet Leben“„Zum Bildungsauftrag einer bayerischen Schule gehört nicht nur die Weitergabe von Wissen, sondern auch das Vermitteln von Werten. Und welcher Wert könnte höher sein als das Retten von Menschenleben?“ Mit diesen Worten begrüßte der Schulleiter der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf, Oberstudiendirektor Johann Riedl, am letzten Tag vor den Weihnachtsferien den Internisten Thomas Kammermeier aus Bogen zu dessen Vortrag an der Schule.


Zum Thema „Organspende – Für und Wider“ machte der Mediziner anhand einer Powerpoint-Präsentation die Schüler aus vier Klassen vertraut mit den medizinischen Tatsachen zum Thema Organspende, aber er vermittelte auch den aktuellen Stand der Gesetzeslage in Deutschland und anderen Ländern Europas. „Die Österreicher haben keinen Mangel an Organen, weil bei ihnen die Widerspruchslösung gilt, das heißt, wer nicht zu Lebzeiten einer Organentnahme widersprochen hat, ist automatisch Organspender.“ betonte der Arzt, der auch den Skandal an verschiedenen deutschen Kliniken in den Jahren 2012 und 2013 nicht verschwieg und sich im Anschluss an seinen Vortrag den neugierigen Fragen der Schüler genauso wie den kritischen stellte.

Erschüttert hörten die Schüler nicht nur dem eigentlichen Referenten zu, sondern auch den beiden transplantierten Patienten, die Thomas Kammermeier mitgebracht hatte. Beide schilderten aus erster Hand ihren Leidensweg bis zur Transplantation und ihr „neues“ Leben. „Ohne die Leberspende stünde ich jetzt nicht hier!“ versicherten sie und konfrontierten so die Schüler direkt mit zwei durch Transplantation geretteten Leben.

Schon in der Woche vorher hatte eine Klasse eine Ausstellung mit Plakaten zum Thema erstellt. Durch den Besuch dieser Ausstellung konnten die Schüler anschließend an den Vortrag ihr erworbenes Wissen festigen. So kam es, dass ein Quiz zum Thema, das jeder teilnehmende Schüler und jede Schülerin ausfüllte, durchaus zufrieden stellend ausfiel, wie die Organisatorin, Ethiklehrerin OStRin Eva Geisperger, feststellte. „Eine gelungene Veranstaltung, die wir bald einmal wiederholen sollten!“ war das gemeinsame abschließende Fazit von Schulleiter und Organisatorin.