Einzelhandelsklassen der Kaufmännischen Berufsschule organisieren Verkaufswoche

Eröffnung der Verkaufswoche Mitte: Initiator und Organisator OStR Rudolf Neuhierl mit Schulleiter OStD Johann Riedl: inmitten der Verkäuferklasse EH10D der Kaufmännischen Berufsschule DeggendorfVon Montag bis Freitag bieten, wie auch in früheren Jahren bereits, die Einzelhandels-Auszubildenden der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf an einem Verkaufsstand am Haupteingang des Schulzentrums Produkte aus dem Fairen Handel an. Der Erlös aus dem Verkauf finanziert nach einer abgeschlossenen Schulausbildung nun die Berufsausbildung des Aidswaisen-Patenkindes Rita an der Gewerbeschule von Massaka in Uganda.
„Im Mittelpunkt dieses Projektes steht aber nicht der Erlös“, so Initiator OStR Rudolf Neuhierl, „sondern Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu schaffen, das nicht nur im Lehrplan der allgemeinbildenden Fächern der kaufmännischen Ausbildung eine immer größere Rolle spielt.“


„Auch in der Berufspraxis des Einzelhändlers gewinnen Umwelt- und Sozialsiegel eine wachsende Bedeutung. Gleichzeitig können Unterrichtsinhalte der Einzelhandels-Ausbildung absolut praxisbezogen vermittelt werden“, so Neuhierl. In den 10. Klassen werden im Rahmen der Projektvorbereitung Bezugsquellen gesucht, Anfragen geschrieben und Angebotsinhalte verglichen. Bestellungen, Wareneingangsprüfung und Preisauszeichnung sind ebenso zu durchlaufen wie die Handhabung einer Scannerkasse, die Funktionsweise eines Warenwirtschaftssystems oder die Grundsätze einer Warenpräsentation beim Aufbau des Verkaufsstandes.

Kassentraining an der Scannerkasse

Zur thematischen Vorbereitung der Verkaufswoche besuchten die beteiligten Klassen den Deggendorfer Weltladen bzw. informierten sich in Filmen, Texten und Lernzirkeln über die Zielsetzung des Fairen Handels. Im Rahmen des Lernfeldes „Verkaufsgespräche führen“ lernten die angehenden Einzelhändler der 10. und 11. Jahrgangsstufe mit OStRin Simone Brücklmayer und StRin Sybille Himmel, sich das nötige Warenwissen anzueignen und mit den Produkten, die verkauft werden, kundenorientiert zu argumentieren.

Im Laufe der „Fairen Woche“ können sich weitere interessierte Schulklassen im Schulzentrum mit Hilfe zweier Ausstellungen im Religions-, Sozialkunde- oder Wirtschaftslehreunterricht über Kernprobleme der Entwicklungsländer informieren. Die Ausstellung „Entwicklungsland D“ im Eingangsbereich des Schulzentrums provoziert durch unterschiedliche Perspektiven in Aussagen und Bild, in der Ausstellung „Wir haben den Hunger satt“ werden globale Zusammenhänge zwischen Handelsstrukturen oder Agrarpolitik sowie Armut und Hunger mit möglichen Lösungsansätzen aufgezeigt.

Wareneingangsprüfung und PreisauszeichnungAm Dienstagnachmittag findet für zwei Schulklassen und interessierte Lehrkräfte an der Kaufmännischen Berufsschule ein Vortrag zum Thema „Nachhaltiger Konsum am Beispiel Textilien“ statt, in dem die Referentin vom Eineweltnetzwerk Bayern (München) Siegel und Label bei ökofaire Textilien vorstellt.
Jetzt hoffen die Einzelhandels-Azubis auf einen regen Verkauf und Interesse an den Info-Plakaten zum Fairen Handel, die am Montagmorgen mit dem Verkaufsstand von den Schülern aufgestellt wurden.