Verkäufer-Azubis im Niedrigseilgarten der Kooperationsschule St. Erhard, Plattling beim Schulerlebnispädagogischen Tag als Auftakt zum Schuljahresanfang.Verkäufer-Azubis im Niedrigseilgarten der Kooperationsschule St. Erhard, Plattling beim Schulerlebnispädagogischen Tag als Auftakt zum Schuljahresanfang.Seit diesem Schuljahr darf sich die Kaufmännische Berufsschule Deggendorf nun „Schule mit Schulprofil Inklusion“ nennen.

Um mit diesem Profil ausgezeichnet zu werden, arbeitete das Lehrerkollegium bereits in den vergangenen Jahren intensiv an einer inklusiven Ausrichtung der Schule. Insbesondere der Fachbereich Einzelhandel bietet den Auszubildenden gemeinsam mit der Tandemschule St. Erhard in Plattling (Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung) eine sonderpädagogisch untermauerte Ausbildung an. 

Dabei werden für die Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Förderbedarf Lernangebote geschaffen, die ihnen einen Abschluss an einer Regelberufsschule und damit den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Ein wertschätzender Umgang und die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, der Unterrichtseinsatz von Sonderpädagogen sowie die interne und externe Fortbildung der Lehrkräfte ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt „inklusiver Bausteine“.

Außerdem bietet die Schule ein intensives Beratungsangebot an, welches Ausbildungsabbrüche verhindern soll. Erste Erfolge zeigten sich bereits in den letzten Jahren. So konnte die Abbrecherquote in den Verkäuferklassen von etwa 30 % auf derzeit 13 % gesenkt werden. Ebenso schlossen alle Verkäufer-Prüflinge mit besonderem Förderbedarf den Berufsabschluss der IHK mit Erfolg ab.  

„Zurückzuführen ist dieser Erfolg unter anderem auch auf die Stärkung der Klassengemeinschaft sowie des Selbstbewusstseins der Auszubildenden im Rahmen eines „Schulerlebnispädagogischen Tages zu Beginn der Ausbildung“, so die Inklusionsbeauftragte der Kaufmännischen Berufsschule StRin Kathrin Pfeffer, die derzeit an der LMU München ein sonderpädagogisches Zusatzstudium absolviert.

Wichtig ist der Inklusionsbeauftragten auch die Vernetzung mit allen an der Ausbildungsplatzsuche beziehungsweise an der Ausbildung beteiligten Personen, damit auch die von einer Kündigung betroffenen oder Ausbildungsplatz suchenden Schülerinnen und Schüler nicht auf sich alleine gestellt bleiben. „Aber auch die Vernetzung der beruflichen Schulen in Niederbayern untereinander spielen im Schulprofil Inklusion eine wesentliche Rolle“, so die Inklusionsbeauftragte, die bereits im laufenden Schuljahr eine erste Fortbildung für die Nachbarschulen zum Thema „Unterstützungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit“ organisierte.