Quelle: PNP vom 27.01.2018

Kaufmännische Berufsschule verabschiedet 38 Absolventen mit einer Eins vor dem Komma – Einmal Bestnote 1,0

Die besten Nachwuchskaufleute (ab 2.v.l.) Anastasia Ulrich, Kathrin Artinger, Marco Huber, Christina Baronner, Katharina Preiß, Kerstin Klampfl, Elvira Schütz und Simon Reisinger, mit (rechts daneben) Schulleiter Johann Riedl und Stellvertreterin Nicole Schosser, mit Ehrengästen. − F.: SchernikauDie besten Nachwuchskaufleute (ab 2.v.l.) Anastasia Ulrich, Kathrin Artinger, Marco Huber, Christina Baronner, Katharina Preiß, Kerstin Klampfl, Elvira Schütz und Simon Reisinger, mit (rechts daneben) Schulleiter Johann Riedl und Stellvertreterin Nicole Schosser, mit Ehrengästen. − F.: SchernikauDeggendorf. In festlichem Rahmen erhielten 104 Absolventinnen und Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule am Donnerstagabend in der Stadthalle 1 ihre Abschlusszeugnisse. Schulleiter Johann Riedl zollte in seiner Festrede den Besten von ihnen besonderen Respekt. So können 38 junge Damen und Herren mit einer Eins vor dem Komma aufwarten, 18 Kaufleute beenden ihre Ausbildung mit 'sehr gut', das heißt die Durchschnittsnote aus allen Fächern ist 1,5 oder besser.


In einem Abschlusszeugnis ist der Traumschnitt von 1,0 ausgewiesen. "Ich freue mich sehr, dass mit Simon Reisinger ein junger Mann die Ehre von uns Männern gerettet und den schulischen Teil der Berufsausbildung mit der Bestnote abgeschlossen hat. Normalerweise gebührt diese Leistung sonst immer den Damen", so der Oberstudiendirektor.
In den zweieinhalb Jahren während ihrer Berufsausbildung haben die frisch gebackenen Kaufleute einiges an Arbeit geleistet. "Anders als viele Altersgenossen, die entweder – in Anführungsstrichen – nur einer Tätigkeit nachgehen oder eine Schule besuchen, waren Sie an zwei Lernorten parallel gefordert. Einmal im Ausbildungsbetrieb, in dem Sie Ihren Mann beziehungsweise Ihre Frau stehen mussten und in der Berufsschule, die Sie mit Schulaufgaben, Exen, Präsentationen und dergleichen mehr forderte", stellte er fest. Um all den mit der Berufsausbildung verbundenen Anforderungen gerecht zu werden, galt es, Prioritäten zu setzen, ein Zeitmanagement zu betreiben und auch hin und wieder auf die eine oder andere private Vergnügung zu verzichten. "Diesen Spagat haben Sie geschafft und ich bin mir sicher, dass zwischen Arbeit und Berufsschule trotzdem genügend Raum und Zeit war, sich persönlich zu entwickeln."
Mit der absolvierten Berufsausbildung in einem anerkannten und qualifizierten kaufmännischen Ausbildungsberuf sei man bestens vorbereitet auf die Anforderungen des globalisierten Wettbewerbs ebenso wie auf die Anforderungen einer komplexen Gesellschaft. "Jedes einzelne Zeugnis ist eine Bestätigung Ihrer persönlichen Kompetenz und Leistung, auf die Sie stolz sein können", gratulierte stellvertretende Schulleiterin Nicole Schosser ihren erfolgreichen Absolventen und forderte dazu auf, sich die lebenslange Lernbereitschaft und fachliche Neugier zu bewahren.
Zur Absolvia waren auch viele Eltern, Verwandte, Freunde, Förderer und Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft gekommen. In seinem Grußwort betonte Vizelandrat Roman Fischer in seiner Funktion als Sachaufwandsträger die erheblichen Investitionen des Landkreises in das neue Schulzentrum, zu dem auch die Kaufmännische Berufsschule gehört. MdB Rita Hagl-Kehl verwies darauf, dass in Deutschland jeder die gleichen beruflichen Chancen habe, dass aber "niemand wissen könne, wo er in dreißig Jahren stehen werde". Deshalb sei lebenslanges Lernen das grundlegende Erfolgsrezept. MdB Thomas Erndl ermunterte die jungen Kaufleute dazu, neugierig und aufgeschlossen zu bleiben. Wichtig sei, dass man respektvoll miteinander umgehe, andere Meinungen akzeptiere und kompromissbereit sei. Die ganze Welt beneide Deutschland um sein duales Ausbildungssystem und die Republik beneide Bayern um sein Ausbildungs- und Schulsystem, meinte er. Günther Pammer machte darauf aufmerksam, dass auch Eltern und Lehrkräfte einen entscheidenden Anteil am Ausbildungserfolg gehabt hätten.
In seinen "Gedanken der Abschluss-Schüler" blickte der frisch qualifizierte Industriekaufmann Johannes Listl auf die vergangenen zweieinhalb Jahre, also 912,5 Tage, also 21900 Stunden zurück. Launig bewertete er "die Versuche der Lehrkräfte, uns mit Anekdoten aus ihrer Kindheit und Jugend, oder mit Geschichten ihrer Kumpels bei der Stange zu halten", als nur bedingt erfolgreich, was aber "gewiss nicht an Ihnen lag". Im Namen aller Mitschülerinnen und Mitschüler bedankte er sich bei den Lehrern "für die Zeit und Mühen, die Sie investiert haben, um uns in der Kürze der Zeit auf die Zwischen- beziehungsweise Abschluss-Prüfung vorzubereiten".
Mit einem Wort des Physikers Stephen Hawking blickte er in die Zukunft: "Wie schwierig das Leben manchmal auch sein mag, es ist immer etwas, das ihr tun könnt und womit ihr erfolgreich sein könnt. Alles was zählt ist, dass ihr nicht einfach aufgebt."

Viel Applaus erhielten auch die Schülerinnen Chiara Wohlmann (Gesang) und Christina Wolf (Piano) sowie das Blechbläserquartett der Berufsfachschule für Musik des Landkreises Deggendorf für die musikalische Umrahmung.− rüs
Für hervorragende Leistungen wurden ausgezeichnet: Marco Huber (Kaufmann für Büromanagement / Notenschnitt: 1,4 / Preis der Raiffeisenbank eG Deggendorf-Plattling-Sonnenwald / Lehrbetrieb: Steuerkanzlei Erika Kraus), Elvira Schütz (Bankkauffrau / 1,3 / Preis des Fördervereins der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf / Lehrbetrieb: Sparkasse Deggendorf), Kerstin Klampfl (Bankkauffrau / 1,3 / Preis der Regierung von Niederbayern / Lehrbetrieb: Sparkasse Regen-